Barrierefreies Wohnen durch Wohnraumanpassung

Barrierefreies Wohnen durch Wohnraumanpassung

Durch eine Beeinträchtigung des Körpers kann sich das gewohnte Umfeld in einen Hindernisparcours verwandeln, in dem die Treppe zu lang und ohne Halterung nicht zu bezwingen ist, Armaturen sowie Lichtschalter unerreichbar entfernt sind und Stufen oder Kanten sich in Stolperfallen verwandeln. Dieses Thema spielt nicht nur im Alter eine wichtige Rolle, sondern auch für Familien. Denn viele der Maßnahmen, die Barrierefreiheit garantieren, kommen auch Kindern zu Gute.

Bei einer barrierefreien Wohnanpassung wird dafür gesorgt, dass die alltäglichen Wege begehbar bzw. befahrbar und die Dinge des täglichen Lebens erreichbar sind.

Mögliche Baumaßnahmen sind z. B. der Einbau eines behindertengerechten Bades oder einer behindertengerechten Küche; ebenfalls die Errichtung von Rampen (Hauszugang usw.) oder die Beseitigung von Türschwellen, Türverbreiterungen sowie der Einbau eines Treppenliftes oder Aufzuges.

Einige gesetzliche Rahmenbedingungen und Regeln sowie die DIN 18040 liefern Richtlinien zu den allgemeinen Aspekten der Architektur wie beispielsweise Bewegungsflächen, Zugänge oder Treppen und zu den Merkmalen einzelner Aspekte wie Toiletten, Waschbecken und Griffe.

Sollten in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus bauliche Maßnahmen auf Grund Ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung notwendig sein, gibt es mehrere Möglichkeiten, Sie dabei finanziell zu unterstützen:

Wenn bereits eine Pflegestufe festgesetzt ist, kommt ein Zuschuss der Pflegekasse in Höhe von 2.557,-- € in Frage. Neben der Förderung durch die Pflegekasse ist auch ein Zuschuss vom Freistaat Bayern möglich, den Sie im Landratsamt beantragen können. Der Zuschuss des Freistaates ist unabhängig vom Vorhandensein einer Pflegestufe. Hier reicht eine Bestätigung des Hausarztes, dass die baulichen Maßnahmen auf Grund des Gesundheitszustandes notwendig sind.

Der Zuschuss beträgt bis zu 10.000,- €. Für den Antrag benötigen Sie neben der ärztlichen Bestätigung auch einen Kostenvoranschlag sowie weitere persönliche Unterlagen wie Einkommensnachweise (Rentenbescheid, Ausweis, Schwerbehindertenausweis) von allen im Haushalt befindlichen Personen. Voraussetzung bei Mietern von Wohnraum ist die Einverständniserklärung des Eigentümers/Vermieters.

Wichtig ist, dass der Antrag auf Förderung immer vor Baubeginn genehmigt sein muss!

Titelbild: by  Kathleen Rodgers, Stock Foto 20032124

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