Rund ums Haus...

Rund ums Haus...

Nicht nur das Haus allein dient als Blickfang. Erst Nebenanlagen wie Garage, Terrasse oder Wintergarten komplettieren das Ensemble.Erst Nebenanlagen wie Garage, Terrasse oder Wintergarten komplettieren das Ensemble.

Garage: Mehr als ein Autoabstellplatz

Die Planung der Garage ist in enger Verbindung mit der Architektur und den Proportionen des Wohnhauses zu sehen. Schließlich soll nicht der Eindruck einer „Garage mit Haus“ entstehen. 
Idealerweise sollte eine Garage, wenn es die Lage von Haus und Grundstück erlaubt, an der Nordseite geplant werden. Hier wirkt die Garage als Pufferzone gegen kalte Winde.
Bei der Planung zu berücksichtigen:

  • Die Einfahrt in die Garage soll ausreichend dimensioniert sein (großzügiges Rangieren).
  • Einhaltung von Behördenvorschriften: Lüftungsmöglichkeiten und Brandschutzauflagen (etwa Fenster und Eingangstür ins Haus in brandhemmender Ausführung), Benzinabscheider usw.
  • Bei Garagentoren (siehe Kapitel „Fenster – Türen – Tore“) den Einbau eines Torantriebes mitplanen. Der automatische, ferngesteuerte Antrieb ist eine ideale Lösung bei Schlechtwetter.


Als Alternative zu massiv gebauten Garagen bieten verschiedene Hersteller Fertiggaragen an. Sie werden komplett mit Garagentor geliefert und fix und fertig aufgestellt. Der Bauherr hat nur für das passende Fundament zu sorgen. Eine andere günstigere Lösung eines Wetterschutzes für das Auto ist der überdachte Abstellplatz. Viele Möglichkeiten mit Flachdach, Satteldach oder mit seitlichem Windschutz sind möglich. Als Baumaterial sollte vorimprägniertes Holz verwendet werden. Auf sturmsichere Ausführung ist zu achten!

Balkon: Ein Platz für die Seele

Balkone sollten sich harmonisch in ein Gebäude einfügen. Wenn Sie einen echten Wohnbalkon planen, muss eine ausreichende Größe vorgesehen werden. Zweckmäßig wäre dabei auch eine fixe Überdachung. 
Ein Hauptgesichtspunkt ist die Gestaltung der Balkonbrüstung:
Aus Sicherheitsgründen sind enge Sprossenabstände erforderlich um ein Durchschlüpfen von Kleinkindern zu verhindern. Die Form des Geländers sollte sich dem Charakter des Hauses anpassen. Die Präsentation von Pflanzen und Blumen wird gleich miteingeplant. Als Bodenbeläge für Balkone bieten sich Natur- und Kunststeinplatten an. Großes Augenmerk sollten Sie auf eine entsprechende Feuchtigkeitsisolierung nach unten legen. 

Terrasse: Das Sommer-Sonnen-Wohnzimmer

Eine großzügige Terrasse spielt beim vielzitierten Traum vom eigenen Haus zumeist eine zentrale Rolle. Auf der Terrasse zu frühstücken, im Liegestuhl dahinzudösen und an lauen Sommerabenden gemeinsam mit Freunden draußen zu sitzen, gilt als Inbegriff der Lebensqualität, die viele Menschen mit einem eigenen Haus verbinden.

Entscheidend ist die Lage: Die Wege zwischen Wohnbereich, Küche und Terrasse sollten möglichst kurz sein, auf Sonne und Wind ist besonders zu achten. Bei einer Südterrasse muss für gute und ausreichende Beschattung gesorgt werden.

Als interessante Möglichkeit bietet sich ein sogenannter „Freisitzplatz“ an: Das ist ein überdachter, im Freien gelegener Sitzwinkel. Dort kann man, von mindestens zwei Seiten gegen den Wind geschützt, angenehm die Freizeit verbringen. 

Ein rutschfester Steinbelag, der mit den Wegen um das Haus harmoniert, ist für die Terrasse am zweckmäßigsten.

Gehwege

Als Materialien für die Gehwege bieten sich Steinplatten, Betonsteine, Pflastersteine, Betonplatten, aber auch Klinkerziegel an. Ein Grundsatz dabei: Terrassenbelag und Gehwegbelag sollen eine Einheit bilden, rutschfest und pflegeleicht sein. 

Eine große Auswahl an Formen und Materialien wird auf diesem Sektor angeboten. Ergänzt mit Palisaden, Böschungssteinen usw. können die befestigten Gartenflächen optimal eingebunden werden.

Wintergärten: Glashäuser zum Wohnen

Wintergärten erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind zum einen eine gute Möglichkeit, den Wohnraum zu vergrößern, zum anderen tragen sie wesentlich zur Erhöhung der Wohnqualität bei. 

Soll der Wintergarten als ganzjährig nutzbares „Grünes Wohnzimmer“ in den Wohnbereich eines Hauses voll integriert sein, empfiehlt es sich, Isolierglas zu verwenden und eine Mindestheizung als Frostschutz vorzusehen. Bei der Bepflanzung muss auf Temperaturschwankungen Rücksicht genommen werden.
Ein Wintergarten ist ein vielschichtiges System, die Planung sollte daher unbedingt einem Fachmann überlassen werden. 

Eine effektive Be- und Entlüftung, eine ausreichend dimensionierte Isolierverglasung als Voraussetzung für die Nutzung des Wärmeüberschusses und eine wirkungsvolle Beschattung sind wichtige Voraussetzungen für ein angenehmes Raumklima.

Auf dem Markt gibt es auch eine ganze Reihe von Wintergarten-Fertigsystemen. Wichtig beim Kauf eines solchen Wintergartens ist die technische und architektonische Abstimmung auf das Gebäude, in das er integriert werden soll.

Titelbild: by  BHE017, Stock Foto 23598893

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